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Zum menschlichen Leben gehört Tradition, darunter versteht man überlieferte Gewohnheiten und Bräuche, demnach ist und hat jeder Mensch Tradition. Tradition ist ein wesentliches Element jeder Kultur und geprägt von emotionalen Erfahrungen.

Zur Tradition gehören Sitte und Brauch, Gewohnheiten, Rituale und Lebenserfahrungen. Tradition ist sozusagen im menschlichen Leben selbst gegeben, weil dies immer im Zusammenhang mit den Generationen davor steht. Tradition verbindet die Generationen in der Zeitenfolge und ist hiermit Vorraussetzung für die Identität.

  • Die Geschichtlichkeit des menschlichen Daseins ist nachhaltig von Traditionen geprägt
  • Das Wort Tradition leitet sich vom lat. Wort „tradere“ ab und bedeutet übergeben
  • Sie umfasst sowohl das überlieferte Gut als auch den Akt des Geschehens
  • Tradition hat eine inhaltliche und eine formale Seite

Das moderne auf Zweckrationalität ausgerichtete gesellschaftliche Leben führt zu Identitätsverlust und Sinnkrise, der unbehauste Mensch ist das Resultat. Nach Walter Kasper liefert Traditionsverlust den Einzelnen, den sich ständig wandelnden Aktualitäten aus und führt zur Orientierungslosigkeit und Beliebigkeit. Wo alle geschichtliche Erfahrung verloren geht und Erinnerungen erlöschen, wird Kommunikation unmöglich, da hört Humanität auf. Museale Traditionspflege allein, kann Tradition nicht mehr zum Leben erwecken.

Bei der Traditionspflege geht es nicht um das Hüten versteinerter Formen, nicht um das Bewahren materieller Werte und kostbarer Kulturgüter, sondern um die Pflege des geistigen Erbes. Traditionspflege ist immer identitätsstiftend und Identität bewahrend. Traditionsbewusstsein darf nicht mit starrem Traditionalismus verwechselt werden.

Altbischof Reinhold Stecher sagt in „Geleise ins Morgen“: Der Traditionalismus betreibt Versteinerung des Unwichtigen ohne Rücksicht auf das Leben. Die Ehrfurcht vor jeder Tradition, die das Christliche und Menschliche trägt, ist nicht die Betreuung einer Fossilienabteilung im Museum. Aber der Mensch ist einmal dazu geschaffen, dass er im Gegensatz zu den Tieren nur auf den Schultern anderer stehen kann. Er braucht die Erfahrung derer vor ihm. Und er braucht Werte und Wahrheiten, die man nicht wechseln kann wie die Mode vom letzten Jahr. Der Altbischof schreibt weiter: Weil es immer wieder vorkommt , dass die Traditionskritik in Traditionsverachtung umschlägt.

Überliefern und Annehmen sind alte Rechtsbegriffe, die einander für das Gemeinwohl bedingen. Tradition gehört daher zur ehelichen Gemeinschaft wie zur Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft. Traditionsverlust entsteht dort, wo Gemeinschaftssinn und Kameradschaftsbewusstsein mit neuen Impulsen bereichert werden. Unsere Kulturgeschichte ist geprägt von lebendigen Traditionen, die in der Religion und in der Freude am Guten wurzeln.

Traditionspflege ist aktive Gestaltung der Zeit „durch das Jahr und durch das Leben“

Unser gesellschaftliches Erscheinungsbild bekommt durch das Kalender – und Kirchenjahr Profil, Gestalt, Farbe und Leben. Fest und Feier sind lebendige Pflege von Traditionen und wirken daher als gesellschaftsgestaltende Kräfte nachhaltig.

 

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Februar "Hornung"

"Wenn's im Februar nicht schneit, schneit es in der Osterzeit", Februar mit Schnee und Regen, deutet hin auf Gottes Segen".

1. - 20. 02. - Fasching

1. - 28. 02. - Monat Februar

02. 02. - Maria Lichtmeß

03. 02. - Hl. Blasius

05. 02. - Hl. Agatha

06. 02. - Hl. Dorothea

14. 02. - Valentinstag

22. 02. - Petri Stuhl-Feier

24. 02. - Hl. Matthias

06. 02. - Aschermittwoch

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Franz Weiß "Holzschnitte 1950-2006"

Eine Publikation, die in bildlicher Darstellung das gesamte Holzschnittwerk von Franz Weiss umfasst.

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